Mahonienmarmelade

Mahonie, Blaue Berberitze, Blue Barberry, Mahonia aquifolium

Die gemeine Mahonie, auch Oregon Grape, ist bei uns eigentlich eher als wuchernde Park- und Gartenpflanze bekannt, die sich mit Schallgeschwindigkeit ausbreitet und aufgrund ihrer stacheligen Blätter so manchem Gärtner die Laune verdirbt.
Eigentlich recht hübsch, im Frühjahr mit ihren gelben Blütendolden, später im Sommer mit üppigen blauen Beeren behängt, und dennoch so unscheinbar und vor allem… unterschätzt!
Die gemeine Mahonie gehört zu den Berberitzen und ist den nordamerikanischen Indianervölkern seit jeher als Heilpflanze bekannt, zählt offiziell zu den Wappenpflanzen des US-Bundesstaates Oregon. Sie wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Gastritis, Immunschwäche und sogar Schuppenflechte eingesetzt. Inhaltlich gesehen sind die Beeren eine ausgesprochene Vitamin C Bombe!
Geschmacklich erinnert die Mahonie an Schlehe, mit einem etwas zitronigen Beigeschmack, dennoch beerig und in Mamelade verarbeitet – einfach köstlich! Pur sind die Beeren eher etwas für Fortgeschrittene, sehr sauer und auch leicht bitter.
Geerntet wird eigentlich erst im Herbst, jedoch sind die Mahonienbeeren in meinem Garten bereits jetzt schon so reif, dass ich im September wohl nur noch vertrocknete Reste ernten würde. Ich habe mich also heute ans absammeln gemacht, wobei ich dringend zu Gummihandschuhen raten würde ! Die Beeren färben intensiv blau, und wenn man das einmal unter den Fingernägeln hat…

Anschließend werden die Beeren handverlesen, gewaschen und mit Gelierzucker vermengt, etwas stehen gelassen bis sich ordentlich Saft gebildet hat und dann gut püriert. Etwas Sternanis, Zimt und Vanille runden den Geschmack der Mahonie perfekt ab, und nun wird ganz klassich eingekocht!

2018-11-16T13:55:25+00:00

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