Rose – Hollunderblüte Sirup

 

Der Monat Juni hat einige der feinsten botanischen Gaumenfreuden zu bieten! Dazu gehören zweifelsohne Rose und Hollunderblüte. Während die Rosen den ganzen Sommer über (je nach Sorte) zur Ernte bereit stehen, ist bei der Hollunderblüte Eile geboten! Nur etwa zwei Wochen im Jahr erscheint sie, dann aber umso üppiger und prächtiger. Meist tragen die Sträucher so viel, dass nach der Ernte der Blüten immer noch mehr als genug Fruchtstände ausreifen können, um dann im August mit den schmackhaften dunkelvioletten Beeren erneut zur Küchenschlacht einzuladen.

Für die Verarbeitung in der Küche ist bei den Rosen darauf zu achten, dass es sich um aromatische, duftende Sorten handelt. Rosen die nicht duften, haben auch keinerlei Geschmack. Prädestiniert sind Damaszener Rosen oder Teerosen, und wer auf eher ungewöhnliche Geschmacksrichtungen steht, kann gerne mal die „Scepter d’Isle“ probieren – eine David Austin Rose mit einem intensiven Myrrhe-Aroma!

Für einen Liter Sirup benötigt man mindestens zwei große Hände voll Rosenblüten und ebenso viele Hollunderblüten. Je mehr Pflanzenmaterial verwendet wird, umso intensiver wird der Geschmack! Die Blüten werden zunächst gründlich ausgeschüttelt, um eventuelle Bewohner in Sicherheit zu bringen. Anschließend werden sie mit ca 500ml Wasser bedeckt aufgekocht und dürfen etwa 30 Minuten sachte auf dem Herd simmern. Anschließend werden sie durch ein feines Sieb abgegossen. Auf 500ml Wasser kommen 500g Zucker und etwa 2 EL Zitronensaft, und nun wird alles vorsichtig wieder aufgekocht und gerührt bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Die heiße Flüssigkeit wird umgehend in saubere, ausgekochte Flaschen abgefüllt und fest verschlossen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die befüllten Flaschen nochmals in einem Wasserbad aufkochen, um ein Vakuum zu erzeugen. Sobald alles abgekühlt wird, kann etikettiert werden. Die Haltbarkeit des Sirups in den ungeöffneten Flaschen hängt nun ganz davon ab, wie sauber gearbeitet wurde… Ich habe Sirups im Vorratsschrank, die zwei Jahre oder älter sind. Sollte sich in den Flaschen Schimmel bilden oder Ausflockungen zu sehen sein, müssen diese leider entsorgt werden. Dann wurden entweder unsaubere Gefäße verwendet oder nicht luftdicht verschlossen.

Die Sirups eignen sich hervorragend zur Herstellung von Limonaden oder zum Aufpeppen von alkoholischen Getränken. Ein Klassiker wäre ein „Sommer Sprizz“, den ich nach folgendem Rezept zubereite:

Ein großes Weinglas zur Hälfte mit Eiswürfeln füllen, 2cl Sirup eingießen, einen frischen Stängel Minze ins Glas geben und mit Prosecco und Mineralwasser auffüllen!

Zum Wohle!

2018-11-16T13:54:42+00:00

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