Sanddorn – Vitamincreme für reife Haut

Rührgrundlagen:

Sanddorn ist eines der Vorzeigebeispiele für die Wirksamkeit unserer heimischen Gewächse. Dieses charakterstarke, leuchtend orangene Öl verdankt seine Farbe den enthaltenen Carotinoiden, die gemeinsam mit dem Tocopherol (Vitamin E) gegen freie Radikale schützen. Sanddornfruchfleischöl ist ein Klassiker in der Anti – Aging – Pflege, da es sowohl feuchtigkeitsbewahrende als auch hautstraffende Eigenschaften besitzt. Es ist ein hochwirksames Öl, das nur sehr sparsam eingesetzt werden sollte… denn es ist neben seiner Wirksamkeit auch stark färbend! Cremes mit Sanddornfruchtfleischöl haben immer eine gelbliche Farbe, und zu viel davon in einer Creme könnte unerwünschte dekorative Effekte haben.

Unterstützt wird das Sanddornfruchtfleischöl im Kampf gegen die Hautalterung von kostbarem Arganöl. Dieses enthält zwei verschiedene, wertvolle Phytosterine, die zu einer Gruppe von Membranlipiden gehören und wichtige Bausteine der Zellmembran sind. Auf diese Weise stärkt es die Hautbarriere und beugt somit Faltenbildung vor.

Ergänzend kommen hier noch Nikotinamid (Vitamin B3) und Ascorbylpalmitat (Vitamin C) zum Einsatz, die gemeinsam mit dem Tocopherol eine Einheit gegen Radikale und Hautalterung bilden. Hyualuronsäure spendet viel Feuchtigkeit und sorgt für einen sofortigen, straffenden Effekt!

Die Creme eignet sich hervorragend als Tagespflege für reife oder sehr trockene Haut. Sie zieht gut ein und hinterlässt ein geschütztes, gepflegtes Hautgefühl. Ich habe sie mir auch schon als Luxusvariante einer Handcreme gegönnt, denn Hände profitieren ebenfalls von der Extraportion Feuchtigkeit und Schutz.

Rezept für 50g Gesamtprodukt:


5 g Mandelöl (10 %)

4 g Sheabutter (8 %)

2.5 g Arganöl (5 %)

1.5 g Squalan (3 %)

0,25 g Sanddornfruchtfleischöl (0,5%)

2 g Glycerinstearat SE (4 %)

0.5 g Emulsan (1 %)

2 g Niacinamide (4 %)

1 g Tocopherol (2 %)

0.5 g Ascorbylpalmitat (1 %)

1.5 g Centella Asiatica Extrakt (3 %)

0.25 g Hyaluronsäure HM (0.5 %)

1 g Leucidal SF complete (2 %)

0.25 g Ätherische Öle (0.5 %)

27,75 g Rosenhydrolat (55,5 %)


Da es sich hier um ein Rezept handelt, das eher in die fortgeschrittene Kategorie gehört, verzichte ich auf eine Rühranleitung. Selbstverständlich kann auch ein anderes Hydrolat verwendet werden, Cistrose wäre auch wunderbar!

2018-11-19T12:23:30+00:00

6 Comments

  1. Marret 1. Dezember 2018 um 21:01 Uhr - Antworten

    Die Creme ist echt der Knaller! Benutze sie alsTagescreme und genieße das Wirken der Creme auf der Haut ganz intensiv. Super. Könnte mich 3x täglich eincremen, weil es einfach so schön ist wie sie einzieht und welches Gefühl sie auf meiner Haut hinterlässt! Tausend Dank für das tolle Rezept!!🙏

  2. Marret Marx 30. Dezember 2018 um 14:25 Uhr - Antworten

    Liebe Verena, ich habe die Creme jetzt das zweite mal gerührt und bin immer noch begeistert und sehr dankbar für das Rezept. Ich hätte nur sehr gerne eine etwas softere Konsistenz, da sie relativ fest ist (etwa Richtung Butter …). Was müsste/könnte ich dafür verändern?
    Lieben Dank im Voraus und beste Grüße Marret

    • Verena aka Hazelwitch 30. Dezember 2018 um 15:37 Uhr - Antworten

      Liebe Marret,

      schön, dass dir das Rezept so gut gefällt 🙂 Du könntest den Anteil der Butter etwas reduzieren auf 3-4 %, ebenso das Ascorbylpalmitat auf 0,5%. Den Rest natürlich entsprechend mit Öl wieder ergänzen 🙂 Ich hoffe, das hilft dir weiter…

      LG und einen guten Rutsch,
      Verena

      • Marret Marx 30. Dezember 2018 um 15:50 Uhr - Antworten

        Lieben Dank für deine prompte Antwort. Ich werde es das nächste mal so ausprobieren.
        Dir auch einen guten Rutsch und ein supertolles „rühriges“ 2019!! 😉

  3. Anonymous 12. Januar 2019 um 17:01 Uhr - Antworten

    Liebe Verena,

    ich habe jetzt deinen Rat befolgt und die Sheabutter und Vitamin C halbiert, Squalan erhöht und Wildrosenöl hinzugenommen. Die Konsistenz ist top!! Statt der Hyaluronräure hab ich es mir mit 10% Vegeluron vereinfacht. Ich bin sehr glücklich „MEINE“ Creme dank dir gefunden zu haben!
    Nochmals lieben Dank, dass du deine Rezepte veröffentlichst. Ich denke, gerade für noch nicht soo erfahrene Rührerinnen ist das ein großer Gewinn.

    Liebe Grüße Marret

    • Verena aka Hazelwitch 19. Januar 2019 um 13:45 Uhr - Antworten

      Liebe Marret,
      Tut mir leid dass ich so spät antworte… Vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar! Es freut mich sehr, solches Feedback˚ zu erhalten! Genau das ist auch die Intention dieser Seite: die Rezepte sollen dazu inspirieren, sich selbst die richtige Pflege zu erstellen. Sie sollen eine Grundlage bieten und abwandelbar sein. Ich finde es spannend zu lesen, was jede/r Rührer/in aus einem bestimmten Rezept für sich persönlich gemacht hat 🙂

      LG Verena

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